So geht der Pestizidausstieg

  • Was kann ich für den Pestizidausstieg tun?

    Jeder Einkauf ist eine Bestellung. Denn mit dem Kauf eines Produktes beauftragst Du die erneute Herstellung des selben Produkts. Bis es eine entsprechende gesetzliche Regelung gibt, entscheiden KonsumentInnen welchen Landbau sie fördern wollen. Jedoch nicht nur, auch der Bund (Militär, Verwaltung, Kantinen ua.), aber auch die Kantone und Gemeinden könnten nachhaltiger einkaufen und konsequent Bioprodukte einkaufen. Das tun sie aber in den meisten Fällen noch nicht. Auch dafür kannst Du Dich in Deiner Gemeinde einsetzen.

  • Neue Partnerschaften

    Die Bäuerinnen und Bauern dürfen bei der Herausforderung einer Betriebsumstellung nicht allein gelassen werden. Sie brauchen starke Partner aus Praxis, Forschung und Handel.

  • Geld

    …und das gibt es bereits. Statt Betriebe pro Hektar zu subventionieren sollten unsere Steuermilliarden in eine Lebensmittelproduktion fließen, die nicht auf Kosten der Natur arbeitet: In eine Subventionierung von Leistungen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz. Durch die Umlenkung der Subventionen werden die richtigen Anreize dafür gesetzt.

  • Wahre Preise

    Preise, in welche die Kosten ökologischer Auswirkungen entlang der Lieferkette mit in den Verkaufspreis einfliessen. Durch den gesetzlich regulierten Pestizidausstieg werden ökologische Lebensmittel zur neuen Norm und für alle erschwinglich. Das ist eine echte Zukunftsperspektive!

  • Weniger Wegwerfgesellschaft

    Weniger Food Waste bedeutet, dass weniger importiert werden muss. Im Moment werden 500 000 ha Ackerland und 320 000 ha Weideland verschwendet, um den Food Waste der Schweiz (2.8 Mio. Tonnen) zu produzieren! Enorme Flächen, die wir für einen extensiven, pestizidfreien Anbau nutzen könnten.

  • Mut

    … zu einer Landwirtschaft in Partnerschaft mit der Natur zurückzukehren. Es braucht Mut eine Veränderung dieses Ausmaßes anzugehen – zumal oft die eigene Existenz davon abhängt.